Terminal in Unix – Linux Tutorium Part1

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Terminal Tutorium Linux

Tutorium, Terminal von Linux Mint

Das Terminal in Unix und seine Möglichkeiten – Linux Tutorium

Als Einführung im Linux Tutorium möchte ich zuerst mal auf das Terminalfenster hinweisen. Öffnet man das Terminalfenster in einer Linux Distribution bekommt man in der Regel ein Fenster das viele an den Systemstart erinnert. Okay bei mir hier ist es nicht der Fall. Kommt auf eure Distribution drauf an.
Hier hat man die Möglichkeit Befehle auszuführen wie in etwa durch einen Mausklick auf ein Desktopsymbol.
Das Terminal kann aber wesentlich mehr. Aber erst mal zu den einfachen Sachen.
Im frisch geöffneten Terminal findet man zuerst nur eine Zeile, ich hoffe diese wird wiedererkannt.
Es ist der Benutzername des aktuell eingeloggten Benutzers, also ihr selbst. Nach dem @ folgt dann noch der Rechnername.

 



 
Der Rechnername ist für die meisten wohl uninteressant, aber soviel sei gesagt, es hängt mit der Netzwerkfähigkeit zusammen.
In großen Systemen gibt es oft einen Zentralen Rechner auf den man von vielen Orten Zugriff bekommt und für solche Anwendungen ist es also Wichtig zu wissen auf welchem Rechner man sich gerade befindet.
Hiermit wäre also Tutorium über das Terminal in Unix von der Idee her beendet.

 

Ordner und Programmaufrufe

Ich glaube ein paar weitere Informationen über das Terminal in Unix würden an dieser Stelle wohl nicht schaden.
Das Terminal bietet also die Möglichkeit Befehle ausführen zu können. Wenn ihr ein Shellscript öffnet könnten sich darin genau die gleichen Befehle wie ich hier befinden.
Ein Shellscript ist ein Skript welches bestimmte Abläufe durchführt, aber dazu später mehr nur das ihr die Tragweite dieser Befehle gleich mal wisst.
Der wohl am häufigsten verwendete Befehl ist “ls”. Bei den DOS bzw. Windows Usern wird es klick machen wenn ich jetzt “dir” sagen.
Für den Rest sei gesagt ls steht für “list”. Wers jetzt schon eingetippt hat und enttäuscht ist dem muss ich sagen das reicht noch nicht ganz.Ihr braucht noch mindestens eine Eigenschaft dazu. Probiert es jetzt nochmal mit

ls -a

so bekommt ihr alle Elemente im Root Verzeichnis, in welchem ihr euch gerade befindet aufgelistet.
Wenn ihr vom Home (=Root) Verzeichnis genug habt, könnt ihr es natürlich wechseln, was ihr zur Auswahl habt, hat euch “ls -a” ja gesagt.
Mit der Eingabe “cd gewünschtesVerzeichnis” wechselt das Terminal in den gewünschten Ordner. Zurück geht das ganze mit “cd ..”.
Wer sich den Weg zurück sparen will kommt auch ins Home Verzeichnis durch die Eingabe von nur dem Befehl “cd”.

Aber auf diesem Weg kann man nicht nur in Ordnern hin und her springen sondern natürlich auch Programme ausführen.
Durch die einfache Eingabe des Programms wird es geöffnet. Vorausgesetzt ist jedoch das euer Unix System das Programm so gut kennt,das es direkt aus dem Home Verzeichnis geöffnet werden kann. Ansonsten gilt das ihr in den jeweiligen Ordner springen müsst, in welchem sich das Programm befindet um es zu öffnen.
Als weiterführende Möglichkeit sei auch erwähnt:
Schön und einfach geht es mit dem Übergeben von Parametern an den Aufruf. So ist es z.B. möglich ein Programm zu öffnen und ihm gleich eine Datei mit zu geben.
Funktionieren tut das ganze indem ihr

"Programmname" /Ort/der/Datei/zb/Lied.mp3

eingebt. Habt ihr jetzt bei Programmname einen Musikplayer und beim Pfad und Datei Namen ein Lied erwischt startet wie gewollt der Player mit dem Song.
Voraussetzung dafür ist natürlich das euer Desktop im Hintergrund läuft. Ansonsten ist es nur möglich normale Dateien die rein auf Text und ohne Grafik bestehen aufzurufen.
Mit dem ls Befehl kann man ähnlich verfahren. So gibt es die Möglichkeit per

 "ls -var ein/Pfad/" 

den Inhalt eines Ordners ausgeben ohne erst mit “cd” bis dort hin gewechselt zu haben.
Für “-var” muss man jedoch (bzw. kann es auch ganz weglassen) einen Wert angeben. Dieser bestimmt den Aufruf dann genauer.
 
-l Detail voll: Zugriffsrecht, Anzahl der Hardlinks, Größe, Datum und mehr,
-a Zeigt die mit einem Punkt vorangestellten ebenfalls an,
-d Zeigt Verzeichnisse wie normale Dateien,
-S Zeigt die Dateien sortiert nach ihrer Größe.

 
Dann gibt es noch die Variablen -i -n -R -t -u und -c welche erst mal nicht so wichtig sind, wer will kann sie ja ausprobieren.
Noch erwähnt sei, das eine Verkettung der Variablen ist möglich ist, der “-” wird jedoch nur einmal benötigt.
-lS Zeigt also mit Details der Größe nach sortiert die Dateien an.
Angezeigt werden können alle Befehle wenn ihr

ls --help eingebt. Das mit dem --help Funktioniert natürlich nicht nur bei beim list Ordner Befehl.
 

Weiter Befehle

Kopieren: Kopieren könnt ihr natürlich auch im Terminal, hierfür wird einfach der Befehl
"cp -var Quellordner Zielordner"

aufgerufen. cp steht für Copy und "-var" muss durch eine Variable ersetzt werden.
 
Zur Auswahl wären da z.B.
-b Backup, d.h er sichert die Dateien im Verzeichnis in welches ihr Kopiert bevor er sie überschreibt,
-f Egal was los ist, er überschreibt rücksichtslos,
-i Sollte er mal überschreiben müssen frägt er zuvor höflich nach,
-l Erstellt Links und keine Kopien,
-r kopiert alle Dateien und Unterverzeichnisse auch mit.
-a Archiv,

 
Verschieben:
Der Befehl mv verschiebt ganze Ordner. Zur Eingabe wird hier

"mv -var Quellordner Zielordner"

verwendet.
 
Mögliche Parameter für "-var" sind hier:
-b sichert Dateien vor dem Überschreiben,
-f überschreibt existierenden Zieldateien,
-i erwartet Bestätigung vorm überschreiben einer Datei,
-u verschiebt Dateien wenn sie neuer sind als die Gleichnamige.

 
Löschnen:
Löschen geht natürlich auch hierzur wird auch kein Zielordner benötigt :-)
Zum löschen von Dateien wird

"rm -var Datei"

verwendet.
 
Parameter für "-var":
-f keine Nachfragen, keine Fehlermeldungen,
-i vor jeder Datei eine Nachfrage,
-r löschen mit Unterverzeichnissen.
Ein ganzer Ordnet wird mit "rmdir Verzeichnis" gelöscht.

 
Natürlich waren das längst nich alle Befehle. Es gibt viele mehr jedoch glaube ich das dies die Grundbefehle sind mit denen man schon gut arbeiten kann.
Mehr gibts dann im nächsten Post, in welchem ich mich auf die Shell Programmierung beziehen möchte.

 

 

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